Home
English space Suche  Search
IMP DENKWERKSTATT    CONSULTING    IMPULSE    WISSENSNETZWERK   
IMP
space
space
space
 
space
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
space
 
space    
space
space
   
space
space
space
BEITRAG MAI/JUNI 2015
 
 

INNOVATION: VON DEN

ENTSCHLOSSENEN LERNEN




Oder: W
arum nicht nur den Energieversorgern ein Licht aufgehen muss, wenn es darum geht, Innovationsbarrieren zu überwinden


Stellen Sie sich folgende drei Szenarien vor:

  1. Ihr Unternehmen weist seit Jahren, ja Jahrzehnten stabile Erfolge aus. Insofern gab es auch kaum Veranlassung, etwas zu verändern oder gar nach Neuem zu suchen. Doch die Lage trübt sich zusehends ein. Und so viel ist heute schon sicher: Nichts – wirklich nichts – wird bleiben wie es war.
     
  2. Sie haben einen Kollegen zum "Innovationsverantwortlichen" bestimmt, aber so richtig Wirkung zeigt diese Maßnahme (noch) nicht.
     
  3. Es kommen durchaus Ideen aus der Organisation. Im Wesentlichen handelt es sich dabei aber um inkrementelle Verbesserungen des Bestehenden, aber das hilft in der momentanen Lage nicht weiter. 

___________________________________________________________________

1, 2 oder 3?
___________________________________________________________________

Mit Ausnahme dauerhafter Erfolge wünschen wir Ihnen keines der genannten Szenarien. Randnotiz: Auch operativ erfolgreiche Geschäfte können ihr strategisches Ablaufdatum bereits überschritten haben. Der letzte Hufschmid "freute" sich über einen Marktanteil von 100 Prozent.

Sollte tatsächlich keines der genannten Szenarien zutreffen: Herzlichen Glückwunsch! Bleibt zu hoffen, dass Sie ehrlich zu sich sind und Ihre Kollegen zu einer ähnlich positiven Einschätzung kommen.

Treffen indes alle der genannten Punkte zu, dann bewegen Sie sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Welt der Energieversorgung. Das traditionelle Geschäft ist erheblich unter Druck, Linderung nicht in Sicht. Zugleich weiß niemand, welche neuen Geschäfte die immer größer werdende Kluft schließen. Das Dilemma: Mittlerweile ist die Lücke so groß, dass es kaum neue Ideen zu geben scheint, die das Problem ad hoc lösen. Und ist endlich ein attraktives Feld gefunden, befindet sich dieses bereits im Visier branchenfremder Angreifer. Bei den erneuerbaren Energien gingen 80 Prozent des Marktes an Neueinsteiger verloren.

Wir wollen einen Moment in dieser Branche verweilen. Weitab von Schadenfreude. Vielmehr mit dem Hinweis, dass auch Vertreter jener Branchen, die traditionell mehr Nähe zu Innovation aufweisen als die Energieversorgung, von der Konsequenz lernen können, die einige nun an den Tag legen.

___________________________________________________________________

Letzte Chance (noch nicht) vorbei ...
___________________________________________________________________

Die Startbedingungen waren für alle Spieler (nahezu) gleich und beides, sowohl das „Innovations-Gen“ als auch die notwendige „Innovations-Muskulatur“ waren wenig ausgeprägt. Und doch bewegen sich manche nun in bemerkenswerter Weise. Sie haben überwunden, womit man sich lange schwer tat, nämlich die ...

BEWUSSTSEINSBARRIERE:

Gemeint ist das rechtzeitige Erkennen von Trends. Gemeint sind die richtigen Ableitungen, wo Gefahren lauern und wo hingegen Chancen bestehen. Gemeint ist schließlich die realistische Einschätzung, inwieweit das heutige Geschäftsmodell und die vertraute Technologie noch zur Zukunft passen. Die Bewusstseinsbarriere hemmte einst Siemens beim Schritt in die Breitbandtechnologie und führte die Kommunikationssparte ins Desaster. Sie hemmte Leica in Richtung Digitalfotografie, sorgte für den Untergang von Langenscheidt und hemmt heute Karstadt, Lufthansa und andere.

Beim Überwinden dieser Barriere sind die Technologiekundigen – namentlich die CTOs und Forschungsleiter – nicht immer eine Hilfe. Zumindest dann nicht, wenn sie mit „ihrer“ Technologie groß und erfolgreich geworden sind. Diese Nähe fördert das systematische Überschätzen der vertrauten Technologie. Zugleich neigt man dazu, die Kraft zu unterschätzen, mit der sich das Neue seine „Bahn bricht“.

Die bittere Erfahrung der Energieversorger, dass nur etwa 1 Prozent der Ideen Durchbruchscharakter aufweisen und 75 Prozent der Ideen eher inkrementell und vertriebslastig daherkommen, zeugt noch von einer anderen Problematik, nämlich von der ...

SUCHBARRIERE:

Jene, die sich heute schneller bewegen, haben erkannt, dass die Suche

  1. zu nah am Kunden erfolgte,
  2. begrenzt war durch künstliche Segmentierungslogiken und
  3. limitiert wurde durch den unmittelbaren Anspruch an die Machbarkeit der Idee.

Zudem schloss man große Teile der Kreativität des Unternehmens aus. Bestimmte Funktionen, Hierarchien und Abteilungen wurden nicht in die Suche nach Ideen eingebunden. Angesichts wenig überzeugender Resultate öffnet man den Suchprozess. Zunächst nach innen. Dann immer stärker nach außen. Und schließlich über Branchengrenzen hinweg. Plötzlich ist der "Innovationsverantwortliche" nicht mehr Gralshüter einer Prozessbürokratie. Er wird zum Orchestrator von internem und externem Wissen. Er steuert Wertschöpfungspartnerschaften und das Innovationsportfolio. Am Ende wird er selbst zum Innovator. Zumindest so lange, bis klar ist, ob ein neues Geschäft sein gedeihliches Fortkommen innerhalb bestehender Strukturen findet oder mehr Autonomie – etwa in Form einer eigenständigen Einheit – benötigt.

Und das bringt uns zu einer weiteren Barriere, deren Überwindung den Energieversorgern zusehends besser gelingt, die ...

LOGIKBARRIERE:

Wer Ideen fordert, bekommt oftmals auch welche. Nicht selten fehlt den Ideen aber vollkommen die Vorstellung, wie eine tragfähige Geschäftslogik hinter diesen Ideen aussehen könnte. E-Mobility und Smart Metering lassen grüßen. Ein Denken und Handeln in Geschäftslogiken löst die bloße Suche nach Ideen ab. Der Job ist dann, und erst dann (!) getan, wenn aus Ideen – getragen durch multifunktionale Teams – tragfähige Geschäftslogiken entstanden sind.

Es ist die Konsequenz, mit der einige Energieversorger nun das Thema "Innovation" angehen, die uns beeindruckt. Von dieser Entschlossenheit kann man zweifellos lernen. Aber es hat lange gedauert, bis die Situation erkannt und die Barrieren überwunden wurden. Ob zu lange, das werden die nächsten Jahre zeigen. Denn die dauerhaftesten Burgen entstanden nicht unter dem Druck bereits einsetzender Angriffe, sondern in Zeiten des Friedens. Auch das ist eine wichtige Lektion, die uns das (Innovations-) Leben lehrt ...
___________________________________________________________________

Ob ihr wirklich richtig steht, seht ihr, wenn das Licht angeht ... 
___________________________________________________________________

 
space
space
space

 

 


Sie wollen den Beitrag
lieber als pdf lesen >

 

 

WACHSTUM DURCH
DIFFERENZIERUNG

Besser? Anders?
Besser ganz anders?


01. Juli 2015
Friedrichshafen
mit spannendem
Vorabendprogramm
im Dornier Museum

 

DETAILS >
PROGRAMM ZUM
DOWNLOAD >

ANMELDUNG >

 

 

 

DIE KOLUMNE
STAMMT VON

Prof. Dr. Stephan Friedrich von den Eichen

Sprecher der
Geschäftsführung und
Managing Partner IMP Deutschland

 

 


 

Wenn Sie mehr über "Die Entschlossenen" erfahren möchten, haben Sie Gelegenheit, die Konzepte erfolgreicher Unternehmen bei den IMP Strategy Days in Friedrichshafen zu erfahren. Darüber hinaus erhalten Sie zahlreiche andere spannende Differenzierungsansätze aus folgenden Bereichen:


... Künstliche Intelligenz
... Industrie 4.0
... Technologie
... Wirtschaft
... Biologie
... Sport
... uva.

WACHSTUM DURCH
DIFFERENZIERUNG

Besser? Anders?
Besser ganz anders?

 

DETAILS >
PROGRAMM ZUM
DOWNLOAD >


ANMELDUNG >

 

Gesamter Beitrag
als pdf >

 

 

space
space
spaceHomespaceKontaktspaceRechtliche Hinweise