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ARTIKEL 05/02
 
Sichtweisen von Wachstumszweiflern und jenen, die an den Zweiflern zweifeln
 

WACHSTUM HOCHWERTIG + GLOBAL?

Warum es für Christian Keuschnigg – Professor an der Universität St. Gallen und Leiter des Instituts für Höhere Studien – nicht ausreicht, sich nur „nach der Decke zu strecken“, um keine kalten Füße zu bekommen

Markus Anschober, Franz Bailom, Werner Müller, IMP
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Bei der Redewendung „sich nach der Decke strecken“ ist man versucht, an eine Zimmerdecke zu denken, nach der es sich zu strecken gilt – was zwar mit Anstrengung und Schweiß assoziiert werden könnte, weniger jedoch mit der Vermeidung kalter Füße … Tatsächlich ist bei der sehr häufig missinterpretierten Redewendung die BETTDECKE gemeint: Ist sie zu kurz, werden die Füße recht schnell kalt – außer man streckt sich nur so weit, wie es die Decke zulässt, und zieht die Füße entsprechend ein. Im Zusammenhang mit Sparsamkeit ist die Redensart seit dem 13. Jahrhundert belegt und auch Goethe notierte: „Wer sich nicht nach der Decke streckt, dem bleiben die Füße unbedeckt.“ Goethe war bekanntlich ein kluger Mann. Aber sind seine Weisheiten noch zeitgemäß? Sind Sparsamkeit und „Beschränkung“ tatsächlich brauchbare Ansätze, um sich „einzudecken“ – also: um vorzusorgen und sich für die Zukunft zu rüsten? Unumstritten ist indessen: Wir bekommen langsam, aber sicher kalte Füße. Der Grund: Das Wachstum in Europa verläuft nicht mehr in seinen gewohnten Bahnen. Woran liegt das?
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Ist unsere „Decke“ kleiner geworden – vor allem im internationalen Vergleich? Denn die Maxime, dass der reiche Norden die Globalisierung vorantreibt und die Schwellenländer folgen, gilt nicht mehr. Im Gegenteil: Während Europa und die USA mit großen Problemen zu kämpfen haben, beeindrucken die BRICS-Staaten Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika mit ihren hohen Wachstumsraten. Leben wir womöglich alle auf „zu großem Fuß“, sodass unsere Bettdecke zukünftig immer zu kurz sein wird, egal wie sehr wir uns auch anstrengen? Immerhin liegt ein Großteil des Wachstums der Schwellenländer in „Abstrichen“ begründet: in Form eines niedrigeren durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommens und aufgrund einer niedrigeren Ausgangsbasis des Wohlstandsniveaus.

In diesem Beitrag möchten wir folgende Fragen aufgreifen:

  • Welche Veränderungen zeichnen sich im internationalen Vergleich beim Wirtschaftswachstum ab und welche Gründe gibt es dafür?
  • Können die beiden Wachstumstreiber Bildung und Innovation unsere „Decke“ wieder verlängern?
  • Was hat es mit dem Pro-Kopf-Einkommen im Gegensatz zum gesamten Einkommensvolumen eines Landes auf sich?
  • Und warum wird der Markt schon alles regeln, wenn er doch bei Gefahr eines Marktversagenserst recht wieder „Deckung“ von Vater Staat erhalten muss – damit wir allesamt keine kalten Füße bekommen?

IMP im Gespräch mit dem Nationalökonom Prof. Dr. Christian Keuschnigg – Leiter des Instituts für Höhere Studien in Wien und Professor an der Universität St. Gallen.

 
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Wachstumslogiken
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