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ARTIKEL 05/06
 
Sichtweisen von Wachstumszweiflern und jenen, die an den Zweiflern zweifeln
 

ANDERERSEITS ...

Warum sich Christian Felber mit dem Modell der Gemeinwohl-Ökonomie dafür engagiert, unser „einseitiges“ Denken in Werten wie Bruttoinlandsprodukt und Finanzbilanzen auszugleichen

Klaudia Weber, Monika Miller, Johann Wiespointner, IMP

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 „Die gegenwärtige Wirtschaftsordnung ist eine Gefahr für die Demokratie, für den sozialen Frieden und die Menschenrechte. Es ist wichtig, aufzustehen und sich über die Praktiken der Finanzindustrie zu empören, über die sogenannten freien Märkte, die Ungerechtigkeit hervorrufen; und über den fortschreitenden Demokratieverlust. Genauso wichtig, wenn nicht noch wichtiger, ist es, sich zu engagieren für demokratische, solidarische und ökologische Alternativen.“ 

Diese Worte stammen von dem im Februar 2013 verstorbenen politischen Aktivisten Stéphane Hessel und sind auf dem Klappentext von Christian Felbers erweiterter Neuausgabe „Die Gemeinwohl-Ökonomie“ zu lesen. Der einstige Widerstandskämpfer und KZ-Überlebende wurde 2010 mit den beiden Essays „Empört euch!“ und „Engagiert euch!“ weltweit bekannt. Hessel rief dazu auf, sich für Christian Felbers Gemeinwohl-Ökonomie zu engagieren. Denn dieser geht weit über die Schritte der „Empörung“ und des „Engagements“ hinaus: Er zeigt alternative Wege auf und setzt sie in die Realtät um.
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Felbers Engagement für ein neues Wirtschaftsdenken findet verstärkt öffentliches und mediales Gehör. Die Kernaussage der Gemeinwohl-Ökonomie: „Der eigentliche Zweck bzw. das Ziel eines Unternehmens ist der Beitrag zum Gemeinwohl – nicht die Maximierung von Gewinnen. Und deshalb brauchen wir eine Bilanz, die das Unternehmen entlang der Ziel-Erreichung misst. Wir messen hingegen mit unserem einseitigen Denken in BIP und Finanzgewinn am Ziel vorbei.“ 

Was hat es nun mit diesem viel diskutierten Modell auf sich? Denn die einen halten Christian Felber für einen hoffnungslosen Idealisten, „der sich sein Weltbild zurechtbiegt“. Andere fühlen sich von seinem Konzept „vereinnahmt“ und in ihrer (wirtschaftlichen) „Freiheit eingeschränkt“. Wieder andere sind der Meinung, Christian Felber habe mit seinem neuen Buch die „Bibel der Globalisierungskritiker“ geschrieben. Und dann gibt es noch jene Menschen, die die Gemeinwohl-Ökonomie einfach nur als alternatives Konzept betrachten, „in der Geld und Märkte wieder den Menschen dienen – und nicht umgekehrt“.

Tatsache ist: Die Gemeinwohl-Ökonomie hat ein überwältigendes Echo ausgelöst. Mehr als 1.000 Unternehmen und zahlreiche Gemeinden, Initiativen und Privatpersonen haben sich der Bewegung innerhalb der ersten zweieinhalb Jahre angeschlossen. Und es werden täglich mehr … 

Wir wollten wissen, was dahintersteckt, und trafen uns mit dem freien Publizisten, Mitbegründer von Attac, Universitätslektor und internationalen Referenten Christian Felber zum Gespräch.

 
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