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ARTIKEL 05/08
 
Sichtweisen von Wachstumszweiflern und jenen, die an den Zweiflern zweifeln
 

DIE „MAGIE“ DES GELDES

Warum der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Hans Christoph Binswanger es als wichtig erachtet, die Mechanismen der Geldschöpfung zu verstehen, um aus dem Dilemma von Wachstumszwang und Wachstumsdrang herauszukommen

 Klaudia Weber, Franz Bailom, Kurt Matzler, IMP
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Stellen Sie sich vor, Sie nehmen einen Kredit für Ihr Unternehmen auf: Schon befinden Sie sich mitten im Prozess der Geldschöpfung! Wie das sein kann? „Wenn Banken KREDITE vergeben, dann schöpfen sie Geld aus dem Nichts. Sie leihen es nicht, wie häufig angenommen, von Sparkonten“, so Prof. Hans Christoph Binswanger. „Sondern es handelt sich dabei um neu GESCHAFFENES Geld, weil dafür kein Guthaben auf einem anderen Konto vermindert wird! Banken sind also nicht nur Zwischenhändler, sondern auch – gemeinsam mit der Zentralbank – Produzenten von Geld.“

Bei dieser Form der Geldschöpfung durch KREDITSCHÖPFUNG spiele in Zeiten des unbaren Zahlungsverkehrs die Art der Verbuchung eine wesentliche Rolle, erklärt der Wirtschaftswissenschaftler und betont: „Wenn wir die moderne Wirtschaft und die ihr immanente Tendenz zum unaufhörlichen Wachstum verstehen wollen, dann müssen wir das Geld und die Geldschöpfung in die Erklärung mit einbeziehen. Denn ohne Bezugnahme auf die ‚Magie‘ der Geldschöpfung ist die moderne Wirtschaft nicht erklärbar – und damit auch nicht im Sinne der Nachhaltigkeit reformierbar!“
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IMP im Gespräch mit Prof. Hans Christoph Binswanger, der in der Geldschöpfung zwar EINERSEITS einen Wachstumsmotor sieht, der es Unternehmen überhaupt erst ermögliche, die von der Gesellschaft benötigten Güter zu produzieren. ANDERERSEITS werde damit aber auch ein „Wachstumszwang“ bzw. „Wachstumsdrang“ provoziert, der ökologisch unverträglich sei und in Zukunft zu weiteren Wirtschaftsblasen und -krisen führe. Dennoch „… darf eine bestimmte Wachstumsrate nicht unterschritten werden. Und das befördert uns alle in eine Zwickmühle!“, so der emeritierte Gründungsdirektor des Instituts für Wirtschaft und Ökologie an der Universität St. Gallen. Um eine Lösung für dieses Dilemma zu finden, lohnt es sich, folgenden Fragen nachzugehen:

  • Welche Voraussetzungen müssen gegeben sein, um Geld durch Kreditvergabe zu schöpfen?
  • Warum müssen Banken nur einen Teil ihrer Schuld begleichen?
  • Wie verwandelt sich das Geldmengen-Wachstum in ein reales Wachstum?
  • Warum verstärkt die Zunahme von Gewinnen den Geld- und Wertschöpfungskreislauf und befördert so Unternehmen in den „Sog“ einer Wachstumsspirale?
  • Wie gravierend sind die ökologischen und sozialen Folgen unseres Wachstumszwangs?
  • Müssen wir den Kapitalismus, wie wir ihn kennen, reformieren?
  • Ist Basel III tatsächlich „der“ Lösungsansatz oder nur ein Zwischenschritt?

 

 
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