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JULI/AUGUST 2014
 
Mitarbeiter im Fokus
 

CRISTINA CONESA-MARTI ÜBER

TRENDRADARE & ZUKUNFTSBILDER
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Cristina Conesa-Marti (IMP Deutschland) ist „gelernte“ Biotechnologin und spricht – neben ihrer Muttersprache Katalanisch – fließend Spanisch, Deutsch und Englisch. Wieso arbeitet eine „branchenfremde“ Akademikerin aus Katalonien ausgerechnet in einer deutschsprachigen Unternehmensberatung? Ganz einfach. IMP ist eine internationale Denkwerkstatt, die keine Gelegenheit auslässt, interdisziplinäres Wissen in den Beratungsalltag mit einfließen zu lassen. Und weil Cristina Conesa-Marti nicht nur mit biotechnologischem Know-how punkten kann, sondern sich zudem in den Bereichen F&E, Marketing, Erneuerbare Energien und Sustainability etabliert hat, erfüllt sie die besten Voraussetzungen, um bei IMP bei der Entwicklung von Zukunftsbildern mitzuwirken. Trifft sich doch gut, oder? Für beide Seiten!

Doch wie arbeitet sie als „Trendradar“? Wie kann Cristina Conesa-Marti ihr wissenschaftliches Know-how aus der Biotechnologie mit den Wirtschaftswissenschaften verbinden, um die Zukunft richtig zu „verorten“ bzw. um dann schlussendlich zukunftsträchtige Wege für Unternehmen abzuleiten, wollte Britta Koch (IMP Österreich) wissen ...
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Britta: Cristina, du bist nun ja schon einige Zeit für IMP tätig. Vorher warst du unter anderem auch beim Wuppertal Institut*  beschäftigt und hast dich dort sehr intensiv mit Erneuerbaren Energien beschäftigt. Als Biotechnologin bei einer Forschungseinrichtung zu arbeiten, erscheint mir auch absolut plausibel. Aber was genau hast du denn bei einer Unternehmensberatung zu "suchen" ... abgesehen von "Trends", denen du auf der "Spur" bist?

Von naturwissenschaftlichen und technischen Interessen hin zur Biotechnologie

Cristina: Hier muss ich vielleicht ein bisschen ausholen: Ich war immer schon sehr wissenschaftlich orientiert und interessiert. Als es zu einer Entscheidung kommen sollte, ein naturwissenschaftliches oder technisches Studium anzustreben, wählte ich einfach ein Studium, das BEIDES vereint und ich begann Biotechnologie zu studieren. Hier konnte ich sehr viele meiner Interessen in einem einzigen Studiengang abdecken: Chemie, Physik, Biologie, Genetik ... Bioinformatik. Nach meinem Studium stellte ich aber fest, dass ein Labor für mich nicht in Frage kommt. Ich wollte mehr praxisorientiert arbeiten und entschied mich daher auch gegen eine universitäre Laufbahn. Und bei IMP habe ich nun die Möglichkeit, all meine Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zum Einsatz zu bringen, indem ich mich sehr viel mit Trends und Zukunftsbildern – vor allem für technologiegetriebene Unternehmen – beschäftige.

Britta: Vielleicht können wir einfach anhand eines konkreten Beispiels veranschaulichen, wie diesbezüglich bei uns im Beratungsalltag vorgegangen wird.

Von der Marktanalyse zu Trendfeldern hin zur Hypothesenliste

Cristina: Wir haben z. B. für ein Unternehmen, das unter anderem Maschinen für den Etikettendruck herstellt, Zukunftsbilder entwickelt, indem wir im ersten Schritt eine Hypothesenliste erstellten. Diese Hypothesen wurden auf Basis von zahlreichen Studien, Unternehmensvergleichen und Trendanalysen ausformuliert. Es geht in solchen Projekten immer darum, herauszufinden, welche Regulationsmechanismen und Veränderungen im direkten oder indirekten Marktumfeld künftig einen Einfluss auf die Branche bzw. auf das Kerngeschäft oder auf Teilbereiche des Unternehmens haben könnten. Bei besagtem Unternehmen ging es auch ganz konkret um neue Techniken ... Materialien ... Oberflächenentwicklungen, die man im ersten Moment vielleicht nicht in einen unmittelbaren Zusammenhang mit dem aktuellen Betätigungsfeld bringen würde.

Britta: Im ersten Schritt versucht man also, unternehmensrelevante Hypothesen in Bezug auf folgende Frage zu stellen: Wohin könnte die Reise für ein Unternehmen gehen bzw. welche Einflüsse werden früher oder später Auswirkungen – sowohl positive als auch negative – auf bestimmte Produkte oder Dienstleistungen haben? Was passiert als Nächstes?

Von der internen und externen Bewertung hin zu finalen Hypothesen

Cristina: Die weitere Vorgangsweise kann man sich nun wie folgt vorstellen: Die aufgestellten Hypothesen "clustern" wir gemeinsam  mit dem Kunden in einem Workshop. Hier erfolgt eine BEWERTUNG auf Führungsebene. Die Bewertung wird dann aber auf mehrere Instanzen ausgedehnt, indem wir sowohl einen erweiterten Mitarbeiterkreis als auch externe Beurteiler miteinbeziehen. Hier achten wir immer sehr drauf, dass eine möglichst große Bandbreite dabei ist, um blinde Flecken zu vermeiden. Daraus ergeben sich dann FINALE Hypothesen, mit denen wir dann ganz gezielt weiterarbeiten.

Britta: Die einzelnen weiteren Schritte verraten wir jetzt natürlich nicht.
Aber worauf läuft das Ganze hinaus?

Von Eintrittswahrscheinlichkeiten hin zu zukunftsrelevanten Innovationsinitiativen

Cristina: Ja, ich denke auch, dass wir nicht ALLES verraten sollten. Das Ziel bei solchen Projekten ist es, den Unternehmen Eintrittswahrscheinlichkeiten  von möglichen Szenarien zu liefern. Diese Szenarien sind dann der erste Schritt hin zu innovativen Lösungen, die jene Einflüsse, die wir schlussendlich gemeinsam erarbeitet und auf ihre Relevanz hin bewertet haben, berücksichtigen.

Man kann also sagen: Ein Trendradar schärft den Blick für die Zukunft zur Erarbeitung von Innovationsfeldern, die eine nötige Orientierung stiften und dabei helfen, bestehende Innovationsinitiativen zu beurteilen, gegebenenfalls auch aufzugeben und durch neue, zukunftsrelevante zu ersetzen.

Britta: Danke für deine Ausführungen! Wir hoffen, dass wir dich noch weit in die Zukunft hinein als Trendradar bei IMP „verorten" dürfen.


 

 
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Cristina Conessa-Marti | IMP Deutschland

CRISTINA CONESA-MARTI

im Gespräch mit
Britta Koch

 

 




* Das Wuppertal Institut erforscht und entwickelt Leitbilder, Strategien und Instrumente für Übergänge zu einer nachhaltigen Entwicklung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Im Zentrum stehen Ressourcen-, Klima- und Energieheraus-forderungen in ihren Wechselwirkungen mit Wirtschaft und Gesellschaft. Die Analyse und Induzierung von Innovationen zur Entkopplung von Naturverbrauch und Wohlstandsentwicklung bilden einen Schwerpunkt seiner Forschung.

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