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BEITRAG MAI/JUNI 2016
 
 

FEHLER MIT SYSTEM

Oder: Die Logik des Scheiterns


 

Viele Wege können ein Unternehmen in den Ruin führen, aber nur wenige zum Erfolg. Top-Manager sind es gewöhnt, komplexe, richtungsweisende Entscheidungen zu treffen. Doch trotz "Entscheidungsroutine“ verfehlen sie immer wieder ihr Ziel. Der Entscheidungsforscher Paul C. Nutt ist sogar der Meinung, dass 50 Prozent aller Entscheidungen in komplexen Situationen Fehlentscheidungen sind. Wie kann es aber zu dermaßen vielen Fehlentscheidungen kommen?


Fehlentscheidungen weisen systematisch irrationale Muster auf!

Neueste Forschungen verdeutlichen, dass die Ursachen von Fehlentscheidungen zum Großteil bei den Entscheidungsträgern selbst zu suchen sind. Insbesondere die persönlichen Motive der Entscheider und die danach gesteuerten Verhaltensmuster sollen die Hauptursache von Fehlentscheidungen sein. Sie führen zu einem unzulänglichen Umgang mit Informationen und zu kognitiven Verzerrungen bei der Interpretation entscheidungsrelevanter Informationen. Unsere Fehlentscheidungen weisen also systematisch (!) irrationale Muster auf, die uns selbst zuzuschreiben sind.

Demnach spielen bei unseren Entscheidungsprozessen bestimmte Mechanismen eine große Rolle, die zu verzerrenden Effekten und in der Folge zu Fehlinterpretationen bzw. zu Fehlentscheidungen führen können. Diese Mechanismen reichen von Informationssuchen, die lediglich die eigene Meinung bestätigen (Wahrnehmungsabwehr) über vereinfachende Modellbildungen (Simplexmodelle) bis hin zu Nichtbeachtung von Neben- und Fernwirkungen ... um nur einige zu nennen. Fehlerquellen dieser Art wären uns eigentlich bewusst und somit vermeidbar, wenn es da nicht noch unsere unbewusste BEDÜRFNISSTRUKTUR geben würde, die es offensichtlich ganz praktisch findet, jederzeit auf eine Art "Methodenset" zugreifen zu können, das unser Bedürfnis nach mehr Macht, Kompetenz oder Zugehörigkeit stärkt.

Handelt es sich bei unseren Verblendungsmechanismen um eine Art "Selbstschutzprogramm", damit wir unseren Bedürfnissen nachkommen können, auch wenn damit Fehlentscheidungen einhergehen können? Eine gute Frage, der wir hier kurz nachgehen werden. Dazu müssen wir uns aber mit unserer Bedürfnisstruktur beschäftigen.
 

Unsere Bedürfnisstruktur manipuliert unser Entscheidungsverhalten!

Konkret gilt es, das komplexe Zusammenspiel von KOGNITION, EMOTION und MOTIVATION im Kontext menschlicher Entscheidungsprozesse zu verstehen. Der Großteil der Forschungsarbeiten zu (Fehl-)Entscheidungen hat dieses Zusammenspiel aber ausgeblendet und sich auf nur einen (!) der drei Treiber konzentriert. Eine Ausnahme stellt das von Prof. Dietrich Dörner entwickelte PSI-Modell dar. Mit seinem holistischen Ansatz ist es ihm nicht nur gelungen, das komplexe Zusammenspiel und die Auswirkungen von Kognition, Emotion und Motivation auf das menschliche (Entscheidungs-)Verhalten zu erklären, sondern dieses in gewisser Weise auch VORHERSEHBAR zu machen. Dabei zeigt er in beeindruckender Weise auf, welchen massiven Einfluss individuelle Bedürfnisse auf das menschliche Verhalten insgesamt haben und wie unsere Entscheidungslogik im Speziellen davon bestimmt wird.

Der Einfluss menschlicher Bedürfnisse auf unser Verhalten lässt sich sehr gut an unseren PHYSIOLOGISCHEN Grundbedürfnissen veranschaulichen. Ein Beispiel: Stellen Sie sich vor, Sie haben (großen) Hunger: Sie werden dann einfach nicht umhinkommen, möglichst schnell etwas zu essen. Aber wir wissen auch sehr gut, dass unser Hunger nicht für alle Zeit gestillt sein wird. Er wird immer wieder kommen und wir müssen ihn immer wieder stillen. Man könnte auch sagen, dass physiologische Bedürfnisse uns dazu zwingen, immer und immer wieder das jeweilige "Defizit“ auszugleichen.

Dieses Grundmuster finden wir auch bei sehr vielen PSYCHOLOGISCHEN Bedürfnissen wieder. Laut Prof. Dörner sind es vor allem drei (informelle) Bedürfnisse, die bei unseren Eintscheidungen eine ganz besonders bedeutende Rolle spielen: das Bedürfnis nach AFFILIATION (der Wunsch nach Zugehörigkeit), das Bedürfnis nach BESTIMMTHEIT (der Wunsch zu wissen, was auf einen zukommt) und das Bedürfnis nach KOMPETENZ (der Wunsch, schwierige Probleme selbst lösen zu können). Vereinfacht ausgedrückt sind Fehlentscheidungen also oft darauf zurückzuführen, dass wir nahezu alles dafür tun,

  • um gemocht zu werden bzw. um uns zugehörig zu fühlen,
  • eine vereinfachte "Wirklichkeit" von der Zukunft zu konstruieren, damit wir das Gefühl haben, diese zu verstehen und zu bestimmen,
  • mit Überzeugung auf unsere eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten in der Lösungsfindung zu setzen, so dass wir uns weiterhin kompetent fühlen können.

Doch wie machen sich diese Bedürfnisse in unserem Managementalltag bemerkbar?


Ein Beispiel: Das Bedürfnis nach Affiliation

Nehmen wir uns eines dieser drei informellen Bedürfnisse heraus: das Bedürfnis nach Affiliation. Wie bereits kurz erwähnt handelt es sich hier um den Wunsch, sich ZUGEHÖRIG zu fühlen. Wir sind immer auf der Suche nach Signalen, die uns das Gefühl geben, Teil einer Gruppe zu sein, die uns wertschätzt. Solche positiven Signale entstehen insbesondere dann, wenn eine Person in Übereinstimmung mit den Normen und Regeln anderer Menschen bzw. einer sozialen Gruppe handelt. Verstößt man gegen die Normen und Regeln der Gruppe, reagiert sie mit negativen Signalen: Zurückweisung, Ausschluss von der Gruppe oder fehlende Anerkennung. Wir neigen deshalb sehr oft zu konformem Verhalten.

VERSETZEN SIE SICH IN EIN MANAGEMENTMEETING ...
Sie sind Mitglied des Führungskreises und müssen gemeinsam mit zwei gleichrangigen Kollegen über drei grundlegende Themen entscheiden. Sie arbeiten mit Ihren Kollegen seit geraumer Zeit zusammen und pflegen einen durchaus freundschaftlichen Umgang. Jedes Mitglied hatte die Aufgabe, eine themenspezifische Entscheidungsgrundlage vorzubereiten, diese zu präsentieren und zur Diskussion zu stellen, um darauf aufbauend gemeinsam eine Entscheidung FÜR oder GEGEN ein Investment zu treffen. Laut Tagesordnung wird Ihr Thema als letztes diskutiert und entschieden. Wie werden Sie sich verhalten? Werden Sie Ihre Kollegen bei deren Themen wirklich mit der notwendigen sachlichen Härte challengen und inhaltlich kritisieren? Oder werden Sie sich eher zurückhalten – weil es für Ihr eigenes Anliegen besser sein könnte, Ihre Kollegen nicht gegen sich aufzubringen? Untersuchungen zeigen, dass sehr häufig Letzteres passiert. Wir haben nämlich ein Leben lang gelernt, dass wir für sachliche Kritik nicht nur nicht wertgeschätzt werden, sondern zudem mit unerwünschten Reaktionen zu rechnen haben. Also neigen wir dazu, sachliche Kritik in einer Gruppe Gleichrangiger nur mit Vorsicht anzubringen und uns bei Entscheidungen der Mehrheit anzuschließen. Der notwendige offene und sachliche Diskurs im Sinne der eigentlichen Sache wird mit Rücksicht auf die Harmonie in der Gruppe nicht wirklich geführt.

UND DIE KONKRETE LÖSUNG ...
..., um derartige "Verblendungsmechanismen" bewusst zu vermeiden? Kommen Sie doch einfach zu unseren IMP Strategy Days. Hier können Sie Markus Domeier "live" erleben und von ihm erfahren, wie man sämtliche Selbsttäuschungsmechanismen "umschiffen" kann, um schlussendlich gute und (selbst-)reflektierte Entscheidungen treffen zu können.

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Sie wollen unsere versteckten Motive bei Entscheidungsfindungen "entlarven"? Markus Domeier wird uns bei den IMP Strategy Days durch unsere Bedürfnisstruktur "navigieren".

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Sie wollen wissen, wie man Fehlentscheidungen "umschiffen" kann? Markus Domeier wird auch bei den IMP Strategy Days der Logik des Scheiterns auf den "Grund" gehen.

 

STRATEGIEARBEIT
DER ZUKUNFT
Wohin des Weges?

16./17. Juni 2016 |
IMP Strategy Days |
Innsbruck |





 


ZU DEN
IMP STRATEGY
DAYS 2016 >

 

 

 

 

 

 





MARKUS DOMEIER  |
UNIVERSITÄT INNSBRUCK |
UND BERKELEY |
 



Markus Domeier der sich in den letzen Jahren sehr intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, wird uns zeigen, welcher Logik unsere Fehlentscheidungen folgen.


Der Wirtschaftspsychologe beschäftigt sich unter anderem gemeinsam mit Forschern der Universität Berkeley mit diesem umfassenden Thema und war vor kurzem auch für mehrere Monate im Silicon Valley, um dort das Entscheidungs- bzw. Fehlentscheidungsverhalten der "Fauves" – der "wilden (Jung-)Unternehmer" – zu untersuchen.


Bei den IMP Strategy Days 2016 wird er unsere versteckten Motive bei Entscheidungsfindungen entlarven.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

STRATEGIEARBEIT
DER ZUKUNFT
Wohin des Weges?

16./17. Juni 2016 |
IMP Strategy Days |
Innsbruck |
 

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