Home
Deutsch space Search  Search
IMP THINKTANK    CONSULTING    IMPULSES    NETWORK   
IMP
space
space
space
 
space
 
space
 
space
 
space
 
space
 
space    
space
space
   
space
space
space
BEI FüHRUNG AUF DEN GLEICHKLANG SETZEN
 
Die Zeit der Leitwölfe ist vorbei
 

rhr/Schwäbisch Media

RAVENSBURG Egal wie gut ein Orchester besetzt ist – es braucht einen Dirigenten. Diese einfache Weisheit will Mark Mast, Dirigent, Intendant und Management-Berater, zwar nicht infrage stellen. Noch immer sei es der Mann mit dem Taktstock, der dem künstlerischen Prozess ein „gestaltendes Bewusstsein“ geben muss. Aber die Person und die Persönlichkeit des Dirigenten ist heute eine andere als früher, sagt Mast, der einer von zwölf Referenten beim IMP-Symposium in Esslingen Ende Juni sein wird.

„Die Musik machen die Musiker. Der Dirigent sorgt für das symphonische Werden – den Gleichklang“, so Mast. Die Zeit der Despoten sei in der Musik wie in der Wirtschaft vorbei: „Toscanini, Karajan oder Celibidache waren ebenso genial wie absolutistisch. Sie wurden zum Symbol für eine gesellschaftliche Realität, die auch im Management vorherrschte. Heute geht es eher um Teamfähigkeit.“ Über Auffassungsunterschiede in der Interpretation werde in einem Orchester heute zwischen den einzelnen Instrumentengruppen und dem Dirigenten diskutiert. „Man kommt zu einem gemeinsamen Ergebnis, das der Dirigent anschließend ganz klar einfordern muss.“ Der kreative Prozess findet also unter der Leitung des Dirigenten statt, das Ergebnis ist aber offen.

Als wesentliche Qualifikation zeichnet einen Dirigenten daher die Fähigkeit des Zuhörens aus. „Zuhören umfasst viel mehr als das Heraushören richtiger oder falscher Töne. Als Dirigent habe ich als Erstes natürlich eine Vision. Zweitens ist man in Kontakt mit dem ausführenden Orchester. Und jede Erfahrung während der Probe verändert das eigene innere Klangbild. Drittens hat man als Dirigent schließlich das Publikum im Rücken, das durch die Akustik und die Aura das Ergebnis mitgestaltet.“ In der Führung gehe es also darum, Vision, Teamfähigkeit und Außenwirkung in Einklang zu bringen. „Ein Dirigent wird sich nur dann behaupten“, so Mast, „und auch wachsen können, wenn er im Austausch mit dem Orchester steht.“ (Erschienen: 27.05.2013 10:10)

 
space
space
space


MARK MAST
Dirigent

"Über den Mythos des Dirigierens"

space
space
spaceHomespaceContactspaceTerms & conditions